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Gian Suhner (*Savognin, Schweiz) lebt und arbeitet als Regisseur, Autor und Visueller Künstler zwischen Berlin und Chur. Er studierte Geschichte und Soziologie an der Universtität Basel und Universidad Autónoma de Madrid und Filmregie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie DFFB in Berlin. Nach zahlreichen Arbeiten als Projektleiter und Assistent für Dokumentar-, Fernsehfilme und Ausstellungen in der Schweiz und Deutschland, realisierte Gian Suhner eigene Kurzfilme, die auf zahlreichen Festivals in Deutschland und im Ausland liefen und mehrfach prämiert wurden. Ab 2018 realisierte er als Filmemacher und Co-Curator in Partnerschaft mit dem Museum ALPS in Bern zwei videobasierte Sonderausstellungen. «LET'S TALK ABOUT MOUNTAINS. Eine filmische Annäherung an Nordkorea» thematisiert im Dialog mit über 40 Nord- und Sükoreanerinnen Berge als politischen Geschichts- und Identitätsraum und wurde von 2021 bis 2023 am ALPS in Bern und anschliessend am DHMD in Dresden gezeigt. Das Ausstellungsprojekt wurde 2023 für den prestigeträchtigen Museums + Heritage Award nominiert. In der gleichen Partnerschaft um das Film- und Kuratorenteam von Gian Suhner und Beat Hächler (ALPS) entstand «GRÖNLAND. Alles wird anders» und wird noch bis August 2026 im ALPS in Bern gezeigt. Während drei ausgedehnten Recherche- und Drehaufenthalten und mit zahlreichen Partner:innen in Grönland / Kalaallit Nunaat produziert, eröffnet die Ausstellung einen Dialograum für eine Welt in Transformation. Ausgehend von der Perspektive von mehr als 30 indigenen Protagonist:innen werden die vielfältigen Ebenen des Wandels im Zeitalter von Geopolitik, Klimakrise, Globalisierung und Dekolonialisierung reflektiert. Die Ausstellung, mit mehr als 4 Stunden Video auf 800qm, wurde 2025 für den prestigeträchtigen internationalen DASA-Award nominiert. Seit der Spielzeit 2021/2022 arbeitet Gian Suhner als Videokünstler für Theaterproduktionen von Kornél Mundruczó und Julien Gosselin an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. 2022 wurde ihm vom Kanton Graubünden der Kulturförderpreis verliehen. Gegenwärtig ist Gian Suhner Artist in Resident in der Fundaziun Nairs und recherchiert für seinen ersten Fiktionalen Langfilm, der sich mit Fragen von männlicher Emanzipation, Sprache und Identität auseinandersetzt. Nach zahlreichen Projekten in Berlin und im Ausland markiert dieses Projekt – und sein Aufenthalt in Nairs – eine Wiederbegegnung mit seinen Wurzeln in Graubünden. (c) Foto: Sarah Fuchs